Mitgliederversammlung 2023: Erfreuliche Entwicklung des Vereins und spannender Vortrag zur Zukunft des Heizens

Aktuelles Thema sorgt für grosses Interesse an der Mitgliederversammlung

Gelungener Abend: Der Vorsitzende Matthias Krupp (links) dankte dem Referenten Dieter Allenbach. Dessen Vortrag war mit dafür verantwortlich, dass die Mitgliederversammlung von Haus & Grund Zweibrücken so gut besucht war.Gelungener Abend: Der Vorsitzende Matthias Krupp (links) dankte dem Referenten Dieter Allenbach. Dessen Vortrag war mit dafür verantwortlich, dass die Mitgliederversammlung von Haus & Grund Zweibrücken so gut besucht war. - Fotos: Haus & Grund

Wohl kein Thema beschäftigt private Immobilieneigentümer aktuell so sehr wie der drohende Sanierungszwang für Heizungen im Gebäudebestand durch das heiß diskutierte neue Gebäudeenergiegesetz (umgangssprachlich auch Heizungsgesetz genannt). Deshalb war es auch keine Überraschung, dass der Infovortrag zu diesem Thema bei der Mitgliederversammlung von Haus & Grund Zweibrücken auf großes Interesse stieß. Dementsprechend konnte der Vereinsvorsitzende Matthias Krupp eine Vielzahl von Vereinsmitgliedern und Angehörigen zur alljährlichen Zusammenkunft begrüßen.

Spannender Vortrag mit besonderer Praxisnähe

Dass das Bundesverfassungsgericht (BGH) kurz nach der Versammlung der Verabschiedung noch vor der parlamentarischen Sommerpause einen Riegel vorschieben würde, konnte der Referent Dieter Allenbacher zwar noch nicht ahnen. Hoch aktuell und interessant war der Vortrag des Landesinnungsmeisters des Fachverbands Sanitär Heizung Klima (SHK) Pfalz, der zugleich als Sachverständiger und Energieberater im Handwerk tätig ist, dennoch. Seine aufmerksam verfolgten Ausführungen zeichneten sich durch eine besondere Praxisnähe aus.
Kritisch beleuchtete der Fachmann insbesondere die aktuellen Diskussionen um die Technik von Wärmepumpen, die als bevorzugte Heizungslösung der Bundesregierung gelten. Allenbach erläuterte zunächst die Funktionsweisen der verschiedenen Arten von Wärmepumpen und stellte vor, wie diese mit herkömmlicher Heiztechnik (Stichwort „Hybridtechnik“) kombiniert werden können. Die Zuhörer lernten zudem die verschiedenen Berechnungsmodelle kennen, mit deren Hilfe sich Energie- und Kostenersparnispotenziale ermitteln lassen. Den von Eigentümern zurate gezogenen Fachbetrieben bzw. Energieberatern komme eine besondere Verantwortung im Zusammenhang mit der Berechnung einer Energie- und Kostenbilanz im konkreten Einzelfall zu.

Besser keine allzu großen Hoffnungen machen

Als Fazit vermochte der Sachverständige den Eigentümern mit Blick auf die mögliche Kostenersparnis keine großen Hoffnungen zu machen. Vielmehr müsse sich jeder Einzelne gewissenhaft fragen, inwiefern er bereit sei, einen eigenen Beitrag zur Klimafreundlichkeit zu leisten, ohne zwingend eine dauerhafte und nachhaltige Kostenersparnis erwarten zu dürfen. Als Erkenntnisgewinn konnten die Zuhörer somit mit nach Hause nehmen, dass die Umstellung der Heiztechnik im Gebäudebestand zur Verbesserung des Klimaschutzes durchaus in Erwägung gezogen werden soll, aber ein überstürztes Handeln keineswegs angesagt ist.

Entscheidender Einfluss durch die Verbandsarbeit

Vor Allenbacher hatte sich bereits der Vorsitzende in seinem Tätigkeitsbericht mit der monatelangen Diskussion um die Gesetzesreform beschäftigt. Den Entwurf zum GEG brandmarkte er als Paradebeispiel dafür, wie schlechte Gesetze gemacht würden. Immerhin konnte er auf die erfolgreiche Verbandsarbeit der Eigentümerschutz-Gemeinschaft in dieser Sache verweisen, die entscheidenden Einfluss daran hatte, noch Schlimmeres zu verhindern. Um diesen Effekt zu erläutern, gab Krupp einen Überblick über die Kernpunkte und jüngsten Änderungen des Reformvorhabens zum Zeitpunkt der Versammlung.

Als vorbildlich empfand Matthias Krupp insbesondere die Arbeit der Verbandsspitzen auf Landes- und Bundesebene. Er erinnerte an die klaren Worte von Zentralverbands-
präsident Dr. Kai H. Warnecke und des Landesverbandsvorsitzenden Christoph Schöll beim Landesverbandstag von Haus & Grund Rheinland-Pfalz nur wenige Tage zuvor in Neustadt an der Weinstraße (siehe auch Bericht ab Seite 4). So hätten sie vor der versammelten politischen Prominenz nachhaltig die Interessen der Mitglieder vertreten.
Ein entschlossenes Eintreten für die Belange privater Eigentümer sei den Verantwortlichen freilich nur durch das starke Votum der Mitglieder in den Ortsvereinen möglich, so Krupp weiter. Er ermunterte die anwesenden Mitglieder da-rum nachdrücklich, sich weiterhin im Verein zu engagieren und sich für die Übernahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit zur Verfügung zu stellen. Erfreulicherweise sei die Mitgliederzahl von Haus & Grund Zweibrücken 2022 erneut gestiegen. Der Vorsitzende hegte die Hoffnung, dass der Verein im Jubiläumsjahr 2025 an der Marke von 1.000 Mitgliedern kratzt – wenn er diese nicht gar übertrifft.

Die Versammlung erteilte einstimmig die Entlastung

Auch finanziell ist der Ortsverein gut aufgestellt. Kassenwart Klaus Danner präsentierte den Mitgliedern eine solide Kassen- und Vermögenslage. Darum erteilte die Versammlung ihm und dem gesamten Vorstand nach Erstattung des Kassenprüfberichts durch die Mitglieder Kinzer und Schallert einstimmig Entlastung.

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